Nächtliche Federschwinger

[Reupload  vom 19.2.2017]

Für einen Moment hat mein Herz ausgesetzt, denn ich habe gerade auf dem Forum selber nachgesehen, wie lange ich eigentlich schon Teil des Schreibnacht-Forums bin. 3 Jahre. Wow, dass heißt ich bin seit 2014 hier was mehr oder weniger meine drei letzten Jahre der Schulzeit beinhaltet. Drei Jahre, seit ihr jeden Monat her komme um mit vielen anderen Autoren zusammen zu schreiben.
Wow.

Ich glaube nicht, dass ich noch erklären muss, was die Schreibnacht eigentlich ist, da sowieso der Großteil meiner Community aus Autoren der Schreibnacht besteht. Falls du es nicht weißt, schau einfach mal hier vorbei und krame dich selber durch die einzelnen Beiträge! Denn das hier wird kein Erklär-Post. Nein …
Solche Beiträge habe ich schon oft genug geschrieben.
Gestern fand die 39. Schreibnacht statt und von 20-03 Uhr tippten die Autoren wie wild auf ihren Tastaturen, schnabulierten ihren Süßkram (oder auch etwas Gesundes) und ließen ihrer Kreativität keine Grenzen. Zusammen macht es eben mehr Spaß, wenn man Deutschlandweit hört, wie sich mehrere Leute darüber aufregen, wie ihre Charaktere ungewollt und ungeplant Faxen auf dem Papier machen.
Dass ich jetzt schon seit 3 Jahren daran teilnehme, ist wirklich beeindruckend. Traurigerweise kann ich mich nicht mehr erinnern, wie ich zur Schreibnacht gefunden habe. Wahrscheinlich über damals sehr enge Freunde oder die Facebook-Seiten von Autoren, die die Schreibnacht schon kannten. Damals war dieses Event, genauso wie die liebe Jennie Jäger, unbedeutend für mich. Ich meine … ich kann doch jede Nacht schreiben, was ist daran jetzt so besonders?
Naja, da hab ich mich wohl geirrt. Ohne die Schreibnacht hätte ich wahrscheinlich nicht so viel geschrieben oder überhaupt meine Schreibgeschwindigkeit verbessert. Ich habe Freunde und, ja, sogar Idole kennen gelernt und hier und da Inspiration für Geschichten aufgepickt. Und ich konnte mir einen Namen machen als das „Loki-Mädchen“. Obwohl ich das eigentlich überall schaffe!

Ich kann mich noch an eine Schreibnacht erinnern, die für mich sehr besonders war. Kurz davor hatte ich das Buch „Niflheim“ beendet. Ein Buch über ein junges Mädchen, dass durch die neun Welten reist und mit Thor und Freya Abenteuer erlebt. Das war zum Teil auch Inspiration zu meinem Buch „Kegaz“. Und dann sitze ich da plötzlich im Schreibnacht-Chatraum und unterhalte mich mit Jemandem über die germanische Mythologie. Und dass diese Person auch darüber schreibt.
Mit einem Mal verstand ich, mit wem ich da sprach. Mit der Person, die das Buch geschrieben hatte, dass mir zu dem Zeitpunkt so viel bedeutet hatte. Danke ~~

Eine andere Erinnerung sind die Skype-Telefonate mit ein paar anderen (nicht so motivierten) Schreibnächtlern, die ihre Nacht eher mit Grimassen und seltsamen Unterhaltungen verbrachten, anstatt mit schreiben. Aber das war trotzdem schön und hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht.
Ich glaube dass eine dieser Skype-Telefonate sogar stattfand, als die glorreiche Cornelia-Funke-lässt-unsere-Schreibnacht-abstürzen Nacht war.

Bei der Schreibnacht lernt man, seine eigenen Grenzen zu überspringen. Ohne die Schreibnacht hätte ich 2016 und auch dieses Jahr nicht an dem WriYoBo teilgenommen. Ich hätte bei weitem nicht 300.000 Wörter geschrieben und eines meiner größten Projekte beendet, um ein genauso schweres gleich danach anzufangen. Mein Herz hat sich für die Schreibmaschinen erwärmt und ich würde meine kleine Gilde, die sich an die Spitze schreibt, niemals eintauschen.

Gestern war also die 39. Schreibnacht. Ein Fest für Autoren, Hungrige und Social-Media Süchtige, sich in ein Paradies aus Worten, Forumbeiträgen und Tweets zu stürzen. Falls es euch interessiert, wie eine ganz normale Schreibnacht so bei mir aussieht, dann schaut morgen unbedingt auf meinem YouTube-Kanal oder unter diesem Post vorbei, denn da gibt es einen kurzen Vlog, der meine Schreibnacht einzufangen versucht.
Wie war eure Schreibnacht eigentlich? Sehr produktiv oder habt ihr euch, so wie ich, sehr schnell vom Essen ablenken lassen? Gebt mir unbedingt bescheid, ich bin sehr neugierig. Und wie gesagt – verpasst nicht mein neustes YouTube-Video!

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