Gedankenkotze

Meine 5 Liebsten Götter

Aktuell schreibe ich ja wieder an einem Buch, dass durch Mythologien inspiriert wurde. Um genau zu sein – durch die griechische Mythologie. Kaum eine Götterwelt ist so groß und weit bekannt, wie die der Griechen. Unter Zeus, am Fuß des Mount Olympus, beginnt so manche heldenhafte Geschichte. Herakles, Achilles – und jetzt Cassius.

Nun, über meine eigenen Charaktere will ich hier noch nicht reden. Lieber über die eigentlichen Götter, die wir schon seit Grundschuljahren kennen. Somit stelle ich euch heute meine fünf liebsten Götter der griechischen Sagenwelt vor!
Falls ihr noch mehr göttliche Geschichten lesen wollt, könnt ihr außerdem mal in unser Buch Götterwahn reinschnuppern. Dort warten noch so viele Mythologien auf euch!


Nr. 5 – Ouranos

Ein recht unbekannter Gott, denn nicht mal so viele wirklich kennen! Ouranos gehört zu den sogenannten Protogonoi, was ein Begriff für die Urgötter steht. Neben ihm gehören auch Gaia, Chaos und Tartaros zu diesem bescheidenem Kreis.
Ouranos kann man wohl am Leichtesten als den Vater von Kronos vorstellen, denn nicht nur Zeus hatte eine berühmte Zoff-Beziehung mit seinem Vater. Ouranos ist eine Schaffung von Gaia, aber auch ihr Ehemann. Er ist die Personifikation des Himmels, das Firmament auf seine Haut gezeichnet. Allerdings war Ouranos auch ein sehr selbstverliebtes und machtsüchtiges Arschloch. Er, der heldenhafte Kerl, der den Himmel vorm Einsturz bewart sollte alle Liebe und Herrlichkeit der Welt kriegen. Vielleicht hat sich seine ekeliger Charakter auf den Nachwuchs abgefärbt, denn wirklich schön konnte man die Kinder der beiden nicht nennen.
Zum einen waren da die Kyklopen, dann die Hekatoncheiren (zu viele Arme, zu viele Köpfe) und letztendlich die Titanen. Alles hässliche Kreaturen in seinen Augen. Ouranos verbannte sie in den Tartaros, auf dass sie nie wieder gesehen werden.
Allerdings bereitete dass den Titanen und Gaia keine all zu große Freude. Es war an diesem Tag, dass Gaia Hinterhalt und Mord ins Leben rief, als sie ihrem Sohn Kronos eine Sichel aus Adamantium überreichte, um seinen Vater zu töten.
Kommt euch “Adamantium” bekannt vor? Aus dem unnachgiebigen Metall sind auch die Klingen von Wolverine geschaffen.
Letztendlich entmannte Kronos seinen Vater, welcher ihn als Dankeschön verfluchte, das gleiche Schicksal mit seinen Kindern zu erleben (und wie wir wissen ist genau das wahr geworden). Aus den Blutstropfen des Ouranos wurden die Erinnyen, die Meliaden und auch die Dryaden.
In meinem Buch “Earthly Gods” hat Ouranos eine große Rolle. Hier ist er das hochnäsige Arschloch, dass lieber den Po gepudert bekommt, als wirklich weise zu handeln.


Nr. 4 – Dionysos

Hebt eure Weingläser und feiert wild – Dionysos tanzt einher. Der Gott des Weines, des Wahnsinns und der Ekstase erfreut die Menschheit schon seit Langem mit dem von ihm daher gebrachten roten Getränk. Ein Säufer ist er allerdings nicht, immerhin hat er seinen persönlichen Amethist, um sich vor dem Suff zu schützen. #
Im römischen ist der griechische Party-Löwe auch als Bacchus bekannt, was so viel wie “Rufer” oder “Lärmer” bedeutet.
Die bekannteste Abstammungsgeschichte des Dionysos ist die, dass er Sohn des Zeus und der sterblichen Semele ist. Somit wäre er der erste und einzige Gott, der nicht unsterblich ist. Gut, dass es stets genügend Ambrosia gibt, um ihn dennoch aufzupeppeln.
Dionysos ist ein Reisender. Überall wo er hingeht, versprüht er Freude und Feierlaune. Unter seinem Gefolge befinden sich nicht nur die Mänaden, Zentauren und Satyre, sondern auch große Heldennamen wie zum Beispiel Herakles.
Aber Dionysos ist nicht nur zum Feiern da. So wacht er in der Winterzeit auch über Delphi, wenn Apollon für einige Monate in den Winterurlaub geht.


Nr. 3 – Hermes

Stellt euch vor, unser alter Kumpel Loki würde sich ein paar wärmere Gewänder anziehen und nach Griechenland reisen – dann habt ihr Hermes. Hättet ihr nicht gedacht, was? Ja, Loki und Hermes sind sich recht ähnlich und dienen quasi als Äquivalente durch die Mythologie hindurch. In einigen Übermittlungen weist Loki sogar die ikonischen Flügel-Sandalen auf, die wir an Hermes so gut kennen.
Hermes ist ein geborener Trickster. Nachdem er vor dem wütenden Blick der Hera versteckt werden musste, als er noch klein war, war seine erste Tat, die Kühe des Apollon zu stehlen. Das war natürlich nicht gerne gesehen und eventuell übergab Hermes sie wieder dem rechtmäßigen Besitzer – mitsamt der ersten Laute der Menschen. Über die freute sich Allround Talent Apollon ziemlich und von diesem Tag an konnte man herrliches Saiten-Geklimper aus Delphi klingen hören.
Hermes wahrscheinlich bekanntester Job ist der Botendienst. Für die Götter Nachrichten austragen ist die Nummer 1 Pflicht, die wir ihm anhängen. Aber auch nach dem Tod grüßen wir ihn, denn einer Walküre gleich wird er uns in die Unterwelt führen und dann eventuell Charon am Styx überweisen.
Hermes gilt also sowohl als einer der obersten Gesetzgeber, im Namen von Zeus, wie aber auch als ein Psychopromptus (Seelenführer). Man sieht Hermes mit seinen geflügelten Schuhen, die ihn schneller als Licht fliegen lassen und auch mit seinem Hermesstab, mit welchem er Leute einschläfern kann.
Gemeinsam mit Dionysos gilt er als einer der jüngsten Götter, was man ihm auch ansehen kann. In vielen Malerein und Skulpturen wird Hermes als bartloser, junger Knabe dargestellt, der keck und aufgeweckt Händler, Diebe und weiteren Unsinn der Welt beflügelt.
Natürlich musste Hermes mit auf die Liste. Einem griechischen Loki könnte ich doch nie entsagen!


Nr. 2 – Apollon

Sunshine on a cloudy day. When it´s cold outside … Eines der vielen Lieder, dass sich wahrscheinlich um Lichtergott Apollo drehen könnte. Bei diesem gut aussehenden Herren lässt sich ja oft bestreiten, ob er jetzt Sonnengott ist, oder diese Aufgabe doch eher Helios zufällt. Meiner Meinung nach lässt sich das genauso wie im Germanischen unterscheiden. Helios ist Gott der Sonne. Er führt den Wagen über das Himmelszelt und schleppt die grelle Kugel hinter sich her.
Apollon ist Gott des Lichtes. So wie Baldr auch.
Doch das ist nicht das Einzige, dass Apollon beherrscht. In seinem Machtbereich befinden sich ebenfalls die Dichtkunst, die Weissagung, Heilkunst und auch Gesang. Apollon und seine Schwester Artemis waren Kinder des Zeus und der Leto. Wieder einmal war das eine geplante Geburt, die Hera nicht ganz so toll fand. Sie verfluchte Leto also, niemals einen Ort zu finden, an dem sie gebären konnte. Eventuell fand diese dann doch einen Platz und brachte ihre beiden Kinder zur Welt. Einmal Artemis, Göttin der Jagd, und dann Apollon. Von dem waren schon vom ersten Moment an alle begeistert. Ein junger Knabe, der schon in frühen Jahren mit Pfeil und Bogen umgehen konnte, wunderschön war und so talentiert, dass manch anderer Gott blass wurde. Es dauerte nicht lange, bis Apollo zu einem der bekanntesten Götter des griechischen Mythos wurde.
Apollo ist auch ein Wahrsager. Oder zumindest der oberste Kopf des Orakels von Delphi. Nachdem er die Schlange Python getötet hatte, übernahm er Delphi und galt als Schutzpatron dieses Ortes.
Doch Apollon war auch ein Liebender. So verliebte er sich meist erfolglos in Leute, die überraschenderweise die Liebe nie zurück geben konnte. Sehr bekannt war zum Beispiel Kassandra, die ihn einfach nicht so lieben wollte, wie er es konnte. Er verfluchte sie darauf hin – als würde das irgendetwas besser machen.
Eine andere Flamme des Apollo traf eben dieser mit einer Diskussscheibe am Kopf und tötete ihn, verwandelte ihn aus Mitleid in eine Blume. Manche Leute haben es einfach nicht mit Romanzen!
Apollon ist für mich ein hüpfender Sonnenschein. Stets gut gelaunt und wenn nicht, dann kann man sich sicher sein, dass die Welt kurz vorm Einsturz ist. Apollon wird nämlich auch als Gott der Plagen gepriesen (merkt euch das, falls “Ambrosiapollen” Jemals auf den Markt kommt!). Die restliche Zeit streift er also mit lichtener Erscheinung durch die Gegend, lächelt sich die ein oder anderen Herzen an und lässt das Gras grünen.


Nr. 1 – Hades

Kommt schon, habt ihr echt gedacht, ich würde nicht für den König der Unterwelt als Platz 1. zielen? Hades, der missverstandene Herrscher des nach ihm benannten Reiches der Toten zieht einher!
Im Gegensatz zu seiner Präsenz in den Medien ist Hades eigentlich kein all zu schlechter Kerl. Eigentlich wäre er ja nicht mal der Jüngste der Kinder von Kronos, hätte dieser sie nicht nur wieder in der entgegengesetzten Reihenfolge ausgespuckt, wie er sie verschlungen hatte. Hades ist eher ein Emo, der sich in seinem verdunkelten Zimmer versteckt und kaum das Tageslicht entdeckt. Gott des Todes ist er allerdings nicht – diese Rolle übernimmt Tartarus noch immer.
Eine der wahrscheinlich bekanntesten (Liebes-) Geschichten um Hades ist der Raub der Persephone. In die Tochter des Zeus und der Demeter hatte er sich nämlich verliebt und konnte nicht wiederstehen. Eventuell gab sich Persephone der Situation hin und wurde zur Königin der Unterwelt. Ihre Situation mit Hades wird oft als erzwungen und lieblos dargestellt, dabei gilt Persephone teils als viel härter und schlagkräftiger, als Hades. Ach ja, da war ja noch die Sache mit Persephones Mutter, die dem Raub überhaupt nicht gutmütig entgegen sah. Demeter sorgte dafür, dass nichts mehr wuchs, bis Persephone wieder bei ihr war. In aller Verzweiflung, und weil die Menschen langsam zu sterben begannen, überredete Zeus die beiden Liebenden, Persephone nur ein halbes Jahr im Hades unterzubringen. So ist alles grün und herrlich, wenn Persephone wieder zu ihrer Mutter zurück kehrt – tot und kalt ist es aber, wenn sie wieder zu ihrem Ehemann herab steigt.
Hades ist kein großer Teil der Gang. Teilweise gilt er nicht mal als Teil der 12 großen olympischen Götter. Natürlich, hat er auch nicht Zeit, ständig mit den anderen auf dem Olymp zu feiern und vögeln. Der Tod macht niemals Pause.
Ach, und ein weiterer großer Pluspunkt für Hades ist auch, dass er als einer der wenigen Götter der Mythologie treu zu seiner Frau ist. Vergleicht man ihn mit Zeus, kann man kaum einen Fehltritt seiner seits ersehen, was zu der damaligen Zeit wohl recht besonders war.
Also, Herren die das hier lesen – seit mehr wie Hades und weniger wie Zeus. Danke.


Und damit haben wir sie – die fünf Götter, die sich in mein Herz geschmuggelt habe. Erzählt mir doch mal in den Kommentaren, wer so eure liebsten Götter aus der griechischen Mythologie sind und vergesst nicht – in meinem Buch Götterwahn könnt ihr noch mehr über die wildesten, göttlichsten Abenteuer aus der ganzen Welt erfahren!

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