Ostern, Camp NaNo & Lokis Tag

Wenn wir auf die nächste Woche schauen, erwartet uns eigentlich ein kleines Tohuwabohu an Terminen, die alle auf den gleichen Zeitraum fallen. Da ist Ostern, dass man mit seiner semi-christlichen Familie aushalten muss und natürlich Camp NaNo, was sich über den gesamten April erstreckt. Und alles beginnt Sonntag – dem Tag der Tage, the feast of fools – Loki´s ganz spezieller Tag der Streiche.


In Ordnung – eigentlich bin ich kein Fan von Ostern. Im Gegensatz zu anderen christlichen Feiertagen wird man hier nicht mit Geschenken beschwichtigt, um sich die Flüchtlingsgespräche der Familie anzuhören, während man sich Kuchen in den Schnabel schiebt. Früher war Ostern ja noch was Besonderes. Man hat Eier suchen können – damals hat man nach einem Jahr auch wieder vergessen gehabt, wo sie gelegen hatten – und vielleicht fand man ja noch etwas Beeindruckenderes als nur das gewöhnliche, eingefärbte Ei. Aber mit dem Alter ist Ostern ja wirklich nur noch ein Zusammenkommen mit der Familie um zu Essen und etwas zu feiern, dass eigentlich nur eine Person von fünfen wirklich feiert. Und in einer Familie, die in der gleichen Stadt wohnt und sich mehrmals sieht ist das irgendwie auch nicht so … prickelnd.

Aber ich will die Osterfreude ja nicht komplett zerstören. Eine Sache am kommenden Wochenende finde ich nämlich immer klasse, sogar steigend seit ich einen gewissen Herren kennen gelernt habe. Ich rede vom Osterfeuer, welches in gewissen Teilen Deutschlands veranstaltet wird. Hier wird am Abend vor Ostersonntag ganz viel Gehölz und Brennmaterial auf einander geschmissen und feierlich angezündet. Bei uns steht man dann auf einem großen Spielplatz und wärmt sich an dem Feuer, während es um einen herum langsam kühler wird. Die Kinder sitzen auf einem der großen Kletter-Gerüste und fallen, zu meiner Überraschung, trotzdem nie ins Feuer. Die älteren Herren werfen dann immer recht grob Holzbrocken ins Feuer, sodass die Funken ausschwärmen, nur um vor ihren desinteressierten Kindern cool zu wirken. Und es gibt Bratwurst. Mit Senf.
Ihr müsst wissen – ich bin kein Fan von Feuer. War ich schon in der Grundschule nicht, als uns der Feuerwehr-Oberwachmann dazu gezwungen hat, ein Streichholz zu entzünden (dabei wäre es doch viel sicherer für uns gewesen, so etwas nicht zu wissen, oder?). Aber dadurch, dass ich Loki „kennen gelernt“ habe und diese Präsenz vom Feuerjötunn im Leben habe, hat sich zumindest dem Feuer entsprechend meine Ansicht etwas gewandelt. Ich finde es mittlerweile beruhigend, dem großen Berg an brennendem Holz zuzusehen und jedes Jahr erneut ein Foto hochzuladen, dass mit „And now let´s throw some children in the fire“ betitelt ist. Ich gebe Loki die Schuld, so eine Märchenhexen-Stimmung zu haben.

Apropos Loki – der erste April zählt ja als einer seiner Tage. Nicht, dass er durch oder für ihn entstanden wäre, aber wen würde es überraschen, wenn der höchste Trickster überhaupt an einem Tag der Streiche vollkommen aufblüht? Genau, keinen. Und die treuen Gefolgsleute, die so auf Tumblr schwirren, haben selbst schon etwas geplant für ihren Loki-Appreciation Tag. Ihr Christen feiert eure Auferstehung von Jesus und ich feier den Gott, dem das Lächeln nie vergeht. Wir werden am Sonntag also schön Kuchen essen (mit ganz eigenem Hintergedanken) und auf den Trickster anstoßen. Abends wird dann vielleicht noch eine Komödie geschaut, wie es sich für Ostersonntage so gehört.

Und eventuell wird an diesem Tag auch geschrieben, denn immerhin beginnt am Sonntag das Camp NaNoWrimo (über welches ich schon so viele Blogposts gemacht habe, dass ich mich wirklich nicht mehr dafür interessiere, einen weiteren zu erstellen). Ich war mir eigentlich für eine ganze Zeit sicher, dass ich nicht daran teilnehmen würde. Immerhin schreibe ich sowieso genug, um mich am Ende des Monats zufrieden zu stellen. Oder etwa doch nicht? Vielleicht könnte so ein großer Wortschub einem Projekt wie Ambrosiapollen aktuell gar nicht so schaden? Ja, der NaNo war mal wieder furchtbar verlockend und wahrscheinlich werde auch ich daran teilnehmen. Was wahrscheinlich wieder bedeutet, dass ich nur sporadisch daran teilhaben werde und mehr für mich, als für den Wordcount schreibe. Ich weiß – es ist kompliziert, aber glaubt mir – da steckt ein Gedanke dahinter.
Wenn ich mit schreibe, wird es wahrscheinlich an den Kragen mehrerer Projekte gehen. Auf jeden Fall Ambrosiapollen, denn das soll dieses Jahr doch noch mal fertig werden. Sonst schwebt mein Herz noch über den Köpfen einiger anderer Projekte, die sich danach sehen, geschrieben zu werden.

Und damit hätten wir zumindest die kommende Woche abgedeckt. Ich hoffe wirklich, dass es am Wochenende nicht all zu viel regnet und wir etwas von dem Feuer abbekommen können – nicht, dass das Holz am Ende morsch und nass ist. Und natürlich hoffe ich auch, dass ihr eine schöne Zeit haben werdet.

Ein frohes Ostern im Voraus –
eure Paulina! 

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