Autorenkram, Pauli Kocht, Schreibnacht

Millenial Snacks & Chara-Geknabber

27399857_329010467612613_373524440_n.jpgAuf meinem alten Blog habe ich früher kleine Rezepte mit euch geteilt, die mir zu der Zeit geschmeckt haben und sich als praktisch für Autoren erweisen würden. Wenn ich mich recht erinnere, gab es schon seit sehr langer Zeit keine ordentlichen Rezepte für Leckereien von mir, obwohl ich immer noch Spaß am Kochen, Backen und Braten habe!
Heute möchte ich euch also einige meiner aktuellen Favoriten vorstellen! Zum einen das Mahl der Millenials und dann noch etwas Warmes für den Magen, wenn die Schreibnächte lang und der Magen leer ist! Viel Spaß.


Pizzadillas aus der Pfanne!

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Von Außen wirkt es noch etwas bedenklich, aber von Innen heraus erwartet einen eine Explosion aus Käse, Zwiebeln, Paprika oder womit auch immer ihr es füllen wollt!
Diese Pizzadillas sind perfekt für lange Schreibnächte, denn wirklich lange benötigen sie nicht und können locker in einer Schreibpause zubereitet werden.

Was ihr braucht!:

  • Tortillas oder Tapas, die in eure Pfanne passen
  • Tomatenmark
  • Streukäse
  • Paprika
  • Zwiebeln
  • Oregano
  • Alles, was dein Herz sonst noch so als Füllung begehrt!

Und so wird´s gemacht!: 

  • Lege eine der Tortillas in deiner Pfanne (ohne Fett) aus und bestreiche diesen gründlich mit Tomatenmark. Streu dazu noch etwas Oregano drauf (Mutter meint nämlich, dass es dadurch mehr Geschmack gibt!)
  • Paprika und Zwiebeln werden gewürfelt und in einer Schale mit dem Käse vermischt. Dann ist es gleichmäßiger, wenn es in die Pfanne kommt.
  • Die Hälfte der Tortilla wird dann mit deinen Zutaten belegt. Die andere Hälfte bleibt leer und wird über den Rest geklappt.
  • Tortilla etwas anbraten und nach 2 oder 4 Minuten wenden, den gleichen Prozess bei der anderen Hälfte durchstehen.
  • Ist der Käse geschmolzen und die Tortilla schön knusprig kann das Gericht ab in deinen Magen

Bei mir hat es eine Weile gedauert, bis die Tortilla und der Käse sich der Wärme hingegeben hatten, aber wendet die Tortilla trotzdem ein paar Mal, bevor ihr euch die schwarze Krebs-Kruste einfängt, vor denen die Muttis immer warten.

Mehr als fünf bis zehn Minuten brauchen die Pizzadillas nicht und sie schmecken furchtbar lecker! Wer mir auf meinem Instragram-Account folgt, wird dieses Gericht wahrscheinlich schon in meiner Story gesehen haben. Ich war wirklich begeistert!


Guacamole für die Millenials

Mittlerweile ist es ja fast schon klischeehaft, Avocados in irgendeiner Form zu essen. Aber nichtsdestotrotz habe ich mich in 2017 in dieses Gericht verliebt. Dabei war es erst nur eine aufwendige Aufgabe für den Spanisch-Unterricht.
Ich warne schon mal vor – mein Rezept ist eine pure Stinkbombe und auch recht scharf. Falls ihr also ein Date bevorstehen habt oder einfach noch schmecken wollt, nachdem die Guacamole weg ist – schaut, dass ihr eure Zutaten nach eigenem Belieben wählt.

Was du brauchst!:

  • 2-3 Tomaten
  • 1-2 Zwiebeln
  • 2 Avocados
  • Chillis (deine Wahl, bin kein Chilli-tologe)
  •  Knoblauchzehen ganz nach Gefühl
  • Salz & Pfeffer
  • 1 Limette

Und so wird´s gemacht!: 

  • Zwei Avocalos aushölen und Inhalt in eine große Schale geben
  • Die Limette ausquetschen und den Saft über den Avocados ergießen. Wenn es zu viel ist, kannst du auch etwas übrig lassen. Mir persönlich schmeckt der starke Limettengeschmack nicht unbedingt, obwohl der mit der Zeit auch untergeht.
  • Avocados zerstampfen, bis sie Mouse-Konsistenz haben.
  • Salz und Pfeffer nicht vergessen!
  • Tomaten klein und mundgerecht schneiden und hinzufügen sowie auch unterrühren.
  • Je nach Belieben Zwiebeln und Knoblauch klein hacken und dazu geben.
  • Zuletzt Chillis hinzufügen. Nicht zu viele und nicht zu Scharfe, sonst brennt dir der Mund bei jedem Bissen weg!
  • Alles gut verrühren und für eine Weile in den Kühlschrank stellen!

Wie du die Guacamole jetzt isst, ist ganz deine Sache. Ich persönlich liebe es als Toast-Aufstrich. Meine Mutter toastet sich Graubrot und schneidet es in Stücke, um sich die Guacamole in den Mund zu schaufeln. Oder du holst dir ein paar Doritos und löffelst dir das leckere Gericht aus der Schale.


Paulinas ultimatives Kakao-Rezept27485100_329011230945870_368872830_o

In Ordnung, ich weiß – einen Kakao zuzubereiten ist nicht gerade schwer und wir sind schon wieder in Richtung Sommermonate, aber – ich persönlich bin der Meinung, dass kaum Jemand so gute Kakaos zubereitet, wie ich! Ich wollte schon länger mit euch meine Rezepte teilen, bin aber einfach nicht dazu gekommen (unter Anderem, weil mein Blog im Dezember noch auf Pause war).
Darum gibt es heute ein noch recht simples aber unglaublich leckeres Kakao-Rezept.
Als kleiner Starter, versteht sich!

Was du brauchst!: 

  • Milch + Kakaopulver / Kakaomilch
  • Schlagsahne
  • Karamellsauce
  • Zimt
  • eine dieser essbaren, zimtigen Knusperstangen (you know which one I mean)

Und so wird´s gemacht!: 

  • Milch mit Kakaopulver vermischen oder Schokomilch in einen Topf geben und erhitzen. (Ich weiß, sehr kompliziert)
  • Karamellsauce auf den Boden der Tasse aufteilen. Nicht zu viel, Nicht zu wenig.
  • Wenn der Kakao fertig ist, in die Tasse gießen. Es ist so schwierig, wirklich.
  • Schlagsahne ganz nach Befinden über dem Kakao aufbauen.
  • Zimt ganz leicht über der Sahne verstreuen und zum Finish eine dieser Zimt-Knusperstangen dazu geben. Ich weiß deren Namen leider nicht, aber sie schmecken – also benutze sie.

Ja, In Ordnung. Das war kein schweres Rezept, aber für Kakao-Liebe ist immer Zeit. Ganz nach Bedarf kannst du dann Nuss-Sirup (ja, das gibts), Raffaellos, weiße Schokolade und vieles, vieles mehr hinzufügen und deine heiße Schokolade stärker pimpen, als dass es Starbucks es jemals könnte.

 

Ich hoffe, meine Rezepte waren euch eine Hilfe. Wenn ihr sie ausprobiert, verlinkt mich doch unbedingt mal auf den Fotos! Ich bin sehr gespannt, ob euch diese kleinen Leckerbissen schmecken und vielleicht auch durch die eine oder andere Schreibnacht begleiten!
Und ich? Ich beiße jetzt erstmal in mein Guacamole-Toast und wünsche euch einen schönen Montag, meine Lieben!

Viel Spaß und guten Hunger,
eure Paulina!

 

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Autorenkram, SchreibWissen

Der Geist verstaubter Notizbücher

Wir haben sie alle irgendwo liegen. Notizbücher mit wunderschönen Covern und doch leeren Seiten. Als wir sie gekauft haben, mit den kritischen Blicken unserer Familienmitglieder auf uns, haben wir es doch noch gewusst – irgendwann würden wir sie mit vielen Worten füllen. Eventuell würde sich eine tolle Geschichte darin schreiben lassen oder auch der ein oder andere Plot. Ach, damals hat es doch so einfach ausgesehen, ein Notizbuch zu füllen. Die Anderen verstehen es ja nur nicht, dass ein Notizbuch Zeit und Liebe braucht.
Und jetzt stapeln sie sich. Immer noch leer. Die Cover hängen in den Regalen und verbleiben leer. Vielleicht, weil es einfacher geworden ist, auf dem Handy eine Notiz zu speichern, die man gleich wieder löschen kann. Vielleicht, weil wir die Schönheit eines schönen Buches nicht zerstören wolltest. Alles, was du weißt, ist, dass du etwas dagegen machen musst. Dich von dem unnötigen Notizbuchberg befreien. Das nächste Mal, wenn dir deine Eltern vor halten, dass du gar nichts anfängst mit so vielen Notizbüchern, zeigst du ihnen deine gefüllten Bücher.


Augen zu und durch – es ist nur ein Notizbuch

Ja, so ist es. Mehr als ein paar Blätter toter Baumreste sind es nicht. Natürlich wünschen wir uns, sie mit Leben zu befüllen, aber manchmal müssen wir über unseren eigenen Schatten springen und einsehen, dass pure Perfektion nicht existiert. Schreib unsauber, schreib wild. Schreib einfach drauf los. Versuche es nicht, so schön aussehen zu lassen, wie das Cover. Und dann – schreib.


Sudeln

Ich behaupte einfach mal, dass das Wort niemandem etwas sagt. In einem Schreibratgeber von Duden habe ich das erste Mal davon gelesen. Beim Sudeln handelt es sich um das sofortige Aufschreiben von allem das du siehst. Von der Wahrnehmung deiner Umwelt. Öffne deine Augen, platziere dein Notizbuch vor dir und notiere alles, dass du siehst.
Gerade in 2012 habe ich das sehr oft gemacht. Im Urlaub habe ich mir ein halbes Stündchen genommen, um am Strand die Leute und ihre Bewegungen zu beobachten. Zu Hause habe ich mich ans Fenster gesetzt und hinaus geschaut, plötzlich Dinge in meiner Nachbarschaft gesehen, die mir vorher völlig fremd waren. Wenn du sudeln ausprobieren möchtest, versuche, dich erst einmal auf die 5 Sinne zu konzentrieren. Mach dir eine kleine Liste (Hören, Riechen, Schmecken, Sehen …) und notiere alles, dass dir auffällt. Später kannst du dann in deinen Geschichten eventuell auf deine Notizen zurückgreifen. Wenn du die Sinne abgehakt hast, geh auf die kleinen Dinge ein. Versuche ruhig mal, das Aussehen deiner Umgebung in schönen Sätzen zu hüllen. Wenn es also das nächste Mal im Urlaub oder auf dem Spaziergang mit den Eltern langweilig wird, nimm dir dein Notizbuch mit und lass dich aus!


10-Wort-Einträge

Etwas, dass ich in 2014 ausprobiert habe, sind 10-Wort Einträge. Ich habe jeden Tag versucht, meinen Tag in 10 Wörtern zusammen zu fassen. Das ist dann eine Art Tagebuch für jene, die sich nicht großartig auslassen wollen und keine Zeit für ein Liebeskummer-Gespräch mit Tom Riddle haben. Natürlich kannst du auch versuchen, deinen Tag oder eine signifikante Situation in einem Satz zu beschreiben, der zwar nicht nur aus 10 Worten besteht, aber dafür sehr poetisch klingen mag. Versuch, dich in kleinem Raum herauszufordern, und nutz dein Buch, um mit dir selber kleine Spielchen zu spielen.


Captain Nemo hier, Writer´s Log #10

Ich bin wirklich kein Mensch, der gerne Tagebuch schreibt. Meine Erinnerung hält da schon gut und gerne. Allerdings mag der ein oder andere sein Schreibverhalten lieber in einem Notizbuch notieren. Da gibt es zwar schon Vordrucke wie dieser oder auch der hier, aber natürlich kannst du dir auch eine eigene Vorlage á la Bullet Journal gestalten. Dabei solltest du aber nicht zu viele Eintragsvorschläge pro Tag machen, sondern es simpel halten. Wie viel hast du geschrieben, wie nah bist du deinem Wortziel gekommen, ist es gut oder schlecht gelaufen und vielleicht eine Spalte für dein liebstes Zitat von heute. Irgendwo anders im Buch dann eventuell ein Friedhof für im Jahr verstorbene Charaktere. Und wenn du irgendwann zurückschaust, kannst du dich daran erinnern, wie es aussah, als es mal gut oder schlecht lief.


Inspirationsbuch

Du verbrauchst du deine Worte im Dokument, da sind kaum noch welche für Notizbücher übrig. Wie wäre es also, wenn du dich mal mit Bildern auslässt? Nimm eines deiner Notizbücher als Inspirationsbuch und notiere nicht, was dich inspiriert, sondern erstelle eine Sammlung an Dingen, die dich inspirieren! Fotos von Landschaften, Charaktervorstellungen, Essensbilder – was auch immer dich beflügelt. Und wenn es auch nur eine Doppelseite voller Bilder von Tom Hiddleston ist (heh, nicht als ich so etwas hätte, haha!) Wenn das mit der Inspiration dann etwas tief liegt, kannst du durch die Seiten blättern und nach neuen Ideen suchen. Eventuell probierst du es auch mit thematischen Seiten aus. Du magst Königshäuser? Sammel Bilder oder Beiträge über Adelsfamilien, Ästhetikbilder von Kronen oder starte eine neue Seite gleich danach, um dir Bilder und Tipps für Golden Retriever zu schaffen. Versuche, nichts dazu zu schreiben, dass von dir kommt. Es ist nicht als ein Notizbuch für deine Ideen gedacht, sondern als späterer Nutzen für Inspirationslosigkeit. Oder leg dir am Ende des Buches eine Liste an Ideen an, die du mal hattest, aber nie geschrieben hast. Sowas kann alte Flammen wiederbeleben, wenn du dich erst wieder daran erinnerst!


Jetzt, wo ich euch meine Vorschläge gegeben habe, möchte ich glatt selber meine Notizbücher füllen. Dummerweise habe ich einen großen Teil meiner Notizbücher im letzten Jahr ausgemistet, was die ganze Sache schwieriger macht – aber hey, immerhin hab ich jetzt eine Ausrede, um neue Bücher zu kaufen!
Habt ihr auch so viele unbeschriebene Notizbücher? Und welche der obigen Ideen war deine Liebste? Schreibst mir in die Kommentare!

Wir sehen uns nächste Woche wieder!
Eure Paulina!